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Naturfreibad Heil

Freibad-Ausbau in Bergkamen auf der Kippe

Von Johannes Brüne, 12.04.2018
Freibad-Ausbau in Bergkamen auf der Kippe © Borys Sarad
Dem Badevergnügen im Heiler Naturfreibad steht auch in diesem Sommer kein Hindernis im Weg – allenfa ...

Heil. Offenbar kann der Lippeverband seine Zusage nicht halten, mit dem Ausbau des Naturfreibades in Heil schon in diesem Winter zu beginnen. Zu entsprechenden Informationen gibt der Verband keine Stellungnahme ab.

Der neuen Saison im Naturfreibad in Heil blickt der Vorsitzende des Schwimmvereins Heil, Friedrich-Karl Knäpper, durchaus optimistisch entgegen. Fragt man ihn nach dem geplanten Ausbau, der eigentlich im kommenden Winter starten sollte, klingt er weniger hoffnungsfroh: „Vor 2022 wird das wohl nichts werden“, meint Knäpper. Diese Information jedenfalls habe er vom Lippeverband erhalten.

Der will das Freibad im Zuge der Lippeumgestaltung ausbauen. Der Flussumbau soll zwar erst 2022 starten. Eigentlich war aber vorgesehen, dass der Verband die Naturbad-Erweiterung schon im Winter 2018/19 in Angriff nimmt, damit es dann im folgenden Sommer mit einer auf 6000 Quadratmeter vergrößerten Wasserfläche öffnen kann. Diesen Zeitplan jedenfalls hatte der zuständige Projektleiter Jochen Bauer im Juni 2017 in einer Sitzung des Bergkamener Ausschusses für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung vorgestellt. Dazu, ob er noch gilt, gibt es derzeit keine Aussagen des Lippeverbandes.

Dessen Presssprecher Michael Steinbach konnte am Donnerstagnachmittag eine bereits am Vortag gestellte Anfrage unserer Zeitung über den aktuellen Planungsstand in Sachen Freibad-Ausbau nicht beantworten.

Bald das einzige Freibad
Freibad-Ausbau in Bergkamen auf der Kippe © Stefan Milk
Wenn das Wellenbad in Weddinghofen schließt, wird der Lippe-Altarm das einzige Bergkamener Freibad s ...

Völlig aus der hohlen Hand gegriffen scheint Knäppers Vermutung aber wohl nicht zu sein. Wie auf Nachfrage im Bergkamener Rathaus zu hören ist, liegt dort diese Information auch vor. Allerdings hat sich der Lippeverband auch gegenüber der Stadtverwaltung noch nicht eindeutig und offiziell geäußert. „Wir haben nichts Schriftliches“, sagte Bürgermeister Roland Schäfer. Die Aussage, dass der Lippeverband den ursprünglichen angekündigten Zeitplan nicht halten kann, sei am Rande einer Besprechung gefallen.

Dabei dürfte auch die Stadt großes Interesse an einer zuverlässigen Aussage aus der Essener Lippeverbands-Zentrale haben. Denn spätestens, wenn das Wellenbad in Weddinghofen für den Neubau eines Bergkamener Schwimmbades schließt, ist die Freizeitstätte in einem Altarm der Lippe das einzige richtige Freibad in Bergkamen.

Schäfer hatte dem Schwimmverein, der das Naturfreibad ehrenamtlich betreibt, daher bereits im vergangenen Jahr Unterstützung zugesagt. Das müsse nicht unbedingt in Form von Geldzahlungen geschehen, sagte Schäfer jetzt. Vielmehr könnten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes den Verein bei Arbeiten auf dem Gelände am Heiler Dorfweg unterstützen. Das sei auch für die bereits laufende Saisonvorbereitung geplant.

Saisonstart im Naturfreibad am 10. Mai

Wie in jedem Jahr beginnt die Saison im Naturfreibad in Heil an Christi Himmelfahrt, also am Donnerstag, 10. Mai.

Die DLRG Bergkamen feiert an diesem Tag wieder ein Naturfreibadfest. Es beginnt um 11 und endet gegen 18 Uhr.

Neben diversen Vergnügen wird die DLRG eine Rettungsübung abhalten.

Die Lebensretter sind an diesem Tag aber auch die einzigen, die ins Wasser dürfen. Badebetrieb herrscht noch nicht.

Ab dem 11. Mai wird das Naturfreibad täglich bei schönem Wetter ab 10 Uhr öffnen.

Der Eintritt beträgt 4 Euro für Erwachsene, Kinder bis zum Alter von 15 Jahren bezahlen 2 Euro.

EingefroreneWasserleitungen

Freibad-Ausbau in Bergkamen auf der Kippe © Stefan Milk
Friedrich-Karl Knäpper und seine Mitstreiter vom Schwimmverein Heil betreiben das Naturfreibad ehren ...
Der späte Wintereinbruch hat Friedrich-Karl Knäpper und seinen Mitstreitern vom Schwimmverein Heil die Saisonvorbereitung erschwert: „Dabei sind die Leitungen für die Wasserversorgung der Duschen in den Umkleiden eingefroren“, berichtet er. Da die Rohre in den Wänden verlaufen, ist die Reparatur der Schäden vergleichsweise aufwendig und kann nicht in Eigenregie erledigt werden. Derzeit ist eine Fachfirma mit der Aufgabe betraut. Den finanziellen Aufwand beschreibt Knäpper allerdings als verkraftbar.

Gleichwohl spürt der Verein, dass er eine sehr schlechte Saison hinter sich hat und die Kasse entsprechend leer ist. Anders als in den Vorjahren können es sich die Schwimmbad-Betreiber nicht leisten, einen Container für die von der Wasseroberfläche eingesammelten Algen zu mieten, sagt Knäpper. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: „Wir trocknen die Pflanzen auf dem Rasen und werfen sie in den Kompost.“

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