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Neues Kombibad

Die Tendenz im Bergkamener Stadtrat geht zum Freizeitbad

Von Michael Dörlemann, 30.04.2018
Die Tendenz im Bergkamener Stadtrat geht zum Freizeitbad © picture alliance / dpa
Der Stadtrat soll im Mai eine Grundsatzentscheidung treffen, welche Art Bad in Bergkamen gebaut werd ...

Bergkamen. Die SPD ist wahrscheinlich dafür – andere Fraktionen wollen sich erst noch beraten.

In der Ratssitzung am Donnerstag, 17. Mai, soll die Grundsatzentscheidung darüber fallen, ob das geplante neue Kombibad ein reines Sportbad wird oder ein „Familien- und Freizeitbad“. Die Stadtverwaltung will empfehlen, ein Freizeitbad zu planen und will noch in dieser Woche eine entsprechende Vorlage vorbereiten. Die Chance, dass sie eine Mehrheit findet, ist recht gut: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer signalisiert, dass sich seine lange in der Bäderfrage uneinige Fraktion ein „Bad ohne Mehrwert für die Bürger“ kaum vorstellen kann. Das neue Bad müsse deshalb auch Elemente bekommen, die es für Familien, Jugendliche die nicht einem Schwimmverein angehören und Kinder attraktiv machen. Auf die SPD koimmt es im Stadtrat an: Sie hat die Mehrheit.

Bei den meisten anderen Fraktionen im Stadtrat ist die Meinungsbildung offenbar noch nicht so weit fortgeschritten. Die Grünen wollen sich in einer Sondersitzung mit der Frage befassen und auch die CDU verweist darauf, dass sie sich in ihrer turnusmäßigen Fraktionssitzung in einigen Tagen mit der Bäderfrage beschäftigen will.

Die Christdemokraten sind aber wahrscheinlich noch nicht bereit, sich in der Bäderfrage festzulegen. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Heinzel wies darauf hin, dass die von allen Fraktionen im Stadtrat geforderte Änderung des Konsortialvertrages über die Verteilung der Verluste unter den an den an den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW) beteiligten Kommunen immer noch nicht vollzogen ist. Ohne diese Änderung sei überhaupt nicht abzuschätzen, welche Verluste die Stadt im Freizeitbereich tragen müsse, sagte er. Auch die möglichen Verluste des geplanten neuen Bades in Kamen seien nicht abzuschätzen.

Der bisherige Konsortialvertrag sieht vor, dass die Verluste nach den Anteilen der Kommunen an den GSW aufgeteilt werden. Bergkamen und Kamen haben jeweils 42 Prozent und Bönen 16 Prozent an den GSW – vor allem der Anteil des Bönener Bades an den Verlusten der Freizeiteinrichtungen ist jedoch wesentlich höher.

Bürgermeister Roland Schäfer hatte schon in vergangenen Woche wenig Hoffnung auf eine schnelle Änderung des Konsortialvertrages gemacht. Der Bönener Gemeinderat habe sich zwar damit beschäftigt – aber lediglich einen Fragenkatalog zu einer möglichen Änderung des Vertrages beschlossen. Er empfahl, die Badplanung in Bergkamen schon parallel zu betrieben.

Nach seinen Angaben soll im Mai lediglich die Grundsatzentscheidung fallen, welche Art Bad gebaut werden soll. Ausstattungsdetails müssten später beschlossen werden – zum Beispiel ob auch das Bergkamener Bad ein Cabriodach bekommen soll, um es schnell in eine Freibad zu verwandeln.

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