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Haus Aden

RAG beantragt Abriss des Förderturms in Bergkamen

Von Johannes Brüne, 13.05.2018
RAG beantragt Abriss des Förderturms in Bergkamen © Stefan Milk
Die RAG will den Förderturm von Haus Aden im kommenden Jahr abreißen. Foto: Archiv

Oberaden. Im Juni beginnen an dem Fördergerüst aber zunächst Arbeiten für die geänderte Grubenwasserhaltung.

Das Ende des Förderturms der ehemaligen Zeche Haus Aden rückt unerbittlich näher. Das Bergbaubau-Unternehmen RAG hat inzwischen den Abrissantrag gestellt. Das berichtete Dr. Michael Drobniewski, Betriebsdirektor des Direktionsbereichs Grubenwasserhaltung, auf Anfrage.

Weil der Teil des Geländes mit dem Fördergerüst noch unter Bergrecht steht, hat die RAG die Unterlagen zur Bezirksregierung nach Arnsberg geschickt. Die Erlaubnis zur Demontage muss dann aber letztlich die Stadt Bergkamen erteilen. Es bestehen wenig Zweifel daran, dass sie das auch tun wird.

Laut Drobniewski sollen bereits im Juni sichtbare Arbeiten auf dem Turm beginne, die allerdings noch nichts mit dem Abriss zu tun haben. Vielmehr benötigt die RAG die Förderanlage vorerst noch, um das Grubenwasser an die Oberfläche zu pumpen. Dazu wird es Veränderungen an den Seilscheiben geben.

Spätestens im kommenden Jahr will die RAG die Grubenwasser-Haltung so umbauen, dass der Turm auf dem früheren Zechengelände keine praktische Funktion mehr haben wird. Auch wenn es eine ganze Reihe von Bergkamenern gibt, die ihn gerne als Erinnerung an die Bergbauzeit behalten möchten, wird der Förderturm dann wohl verschwinden. Weder die RAG noch die Stadt sind willens, Millionensummen für Instandsetzung und Erhalt in die Hand zu nehmen. Doch selbst, wenn die der Abriss wie geplant Mitte 2019 beginnt, bleibt dem Fördergerüst zumindest noch eine Galgenfrist, meinte Drobniewski: „Es ist ja von Gebäuden umgeben, die wir zuerst abreißen.“

Beim Umbau der Grubenwasserhaltung will die RAG die notwendigen Pumpen unter Tage installieren. Deshalb reicht anstelle des Fördergerüstes auf dem Haus Aden-Areal ein einfaches Maschinenhaus. Das soll nach Angaben von Drobniewski 2024 oder 2025 entstehen.

Wobei die RAG sich bei diesem reinen Zweckbau gestalterisch durchaus ein wenig Mühe geben will. Denn auf dem früheren Zechengelände soll bekanntlich mit der „Wasserstadt Aden“ ein ganz neuer Stadtteil heranwachsen. Und dem will sich die RAG mit ihren Bauplänen anpassen, verspricht Drobniewski: „Wir werden den Schulterschluss mit den Wasserstadt-Planern üben.“

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