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Friedensschluss in Unna

Die SPD lässt Bärbel Risadelli weiter Mitglied sein

Von Sebastian Smulka, 07.06.2018
Die SPD lässt Bärbel Risadelli weiter Mitglied sein © Lutz Kampert
Bärbel Risadelli

Unna. Bärbel Risadelli darf Mitglied der SPD bleiben. Der hiesige Unterbezirk der Partei hat Gedanken über einen Ausschluss der Ratsfrau aufgegeben. Dem Vernehmen nach geschah dies auf Bitte des SPD-Stadtverbandes in Unna.

Im Streit zwischen der Mühlhausenerin und führenden Funktionären der SPD in Unna bleibt eine weitere Eskalation somit aus. Und im Rat der Stadt Unna bleibt es nun bei einer Situation, die zumindest ungewöhnlich ist: Risadelli ist dort als fraktionslose, aber nicht als parteilose Ratsfrau tätig. Als Huckepackkandidatin des im Januar 2017 verstorbenen Paul Raupach war Risadelli in den Stadtrat nachgerückt und zunächst der SPD-Fraktion beigetreten. Im Juli des vergangenen Jahres aber trat sie aus der Fraktion wieder aus.

Hintergrund ist eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung in der SPD. Bärbel Risadelli war hauptamtliche Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, bis ihr im November 2015 gekündigt wurde. Ein Konflikt zwischen Risadelli und Fraktionschef Volker König, aber auch eine Lagerbildung innerhalb der Fraktion waren offenbar auch für eine ehrenamtliche Zusammenarbeit in der Fraktion unüberwindbare Hindernisse. Als Risadelli aus der Fraktion austrat, erklärte sie dies ausdrücklich mit der menschlich schlechten Behandlung, die sie in der Ratsfraktion erfahren habe. Zugleich betonte sie, dass sie die Werte der SPD weiterhin als ihre eigenen betrachte und daher Mitglied der Partei bleibe. Die SPD im Allgemeinen und die SPD in Unna seien „zwei Paar Schuhe“.

Vor diesem Hintergrund mag es als Zeichen der Beruhigung gelten, wenn ausgerechnet der Stadtverband der SPD eine höhere Stelle darum bittet, nicht auch noch ein Parteiausschlussverfahren anzuschieben. Die Genossen in Unna scheinen das Dauerthema abschließen zu wollen. Für den Unterbezirk hatte der Vorsitzende Oliver Kaczmarek im Dezember 2017 ein Gespräch anberaumt, um die ungewöhnliche Situation im Unnaer Stadtrat aufzulösen.

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