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Gericht

Bergkamener randaliert volltrunken und erinnert sich nicht

13.06.2018
Bergkamener randaliert volltrunken und erinnert sich nicht © dpa
Ein Bergkamener ist im Amtsgericht wegen vorsätzlichen Vollrausches verurteilt worden.

Im Alkoholrausch randalierte ein Bergkamener auf der Straße und beschimpfte dann die herbeigerufene Polizei. Sein Auftritt brachte ihn nun im Amtsgericht Kamen auf die Anklagebank – nicht zum ersten Mal.

Sturzbetrunken verwechselte der 34-Jährige am Abend des 3. Dezember die Haustür der Nachbarn mit seiner eigenen, begehrte lautstark Einlass, beschimpfte einen dort gar nicht wohnenden Mann namens Dennis und benahm sich insgesamt so unflätig, dass Anwohner die Polizei verständigten. Zwei Beamte rückten aus und bekamen selbst eine Kostprobe dessen, was der Bergkamener in seinem Repertoire verbaler Tiefschläge zu bieten hatte. Einen Polizisten titulierte er als „Arschloch“ und den anderen als „Nigger“. Die nachvollziehbare Folge: eine Strafanzeige.

Im Prozess am Mittwoch bekundete der 34-Jährige nun: „Ich kann leider nichts dazu sagen, weil ich mich nicht erinnern kann. Ich war zu betrunken. Es tut mir leid, wenn das geschehen ist.“ Er könne sich nicht erklären, was da passiert sei. Die beiden betroffenen Beamten wurde gehört und bestätigten die starke Alkoholisierung des Angeklagten an dem Dezemberabend. Er selbst nutzte die Chance, bei den Polizisten persönlich Abbitte zu leisten: „Ich möchte mich herzlich entschuldigen. Tut mir leid. Es war nicht meine Absicht.“

Aufgrund des mutmaßlichen Alkoholpegels ging das Gericht letztlich davon aus, dass der 34-Jährige zum Zeitpunkt des Zwischenfalls schuldunfähig war. Deshalb wurde er auch nicht, wie zunächst angeklagt, wegen Beleidigung verurteilt, sondern wegen fahrlässigen Vollrausches. Dazu erklärte ihm der Richter: „Man darf sich nicht so betrinken, dass man nicht mehr weiß, was man tut.“ Zumal der Mann bereits im Jahr 2014 wegen Vollrausches zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Im aktuellen Fall blieb es unter anderem deshalb auch nicht mehr bei einer Geldstrafe, sondern endete mit drei Monaten Haft auf Bewährung und 300 Euro Geldbuße. Der Richter wurde deutlich: „Dann hoffe ich, dass das gut geht, dass Sie nicht in ein, zwei Jahren wieder hier sitzen. Denn dann sind Sie auf dem Weg ins Gefängnis.“

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