Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Staatsanwaltschaft

Ermittlungen gegen Autohandel aus Bergkamen

Von Michael Dörlemann, 14.04.2018
Ermittlungen gegen Autohandel aus Bergkamen © picture alliance / Silvia Marks/
So haben sich sieben Kunden eines Bergkamener Autohauses die Übergabe ihres neuen Autos vorgestellt. ...

Bergkamen. Kunden erstatten Anzeige, weil sie gezahlt, aber kein Fahrzeug bekommen haben.

Ein Bergkamener Autohandel steht unter dem Verdacht, mehrere seiner Kunden betrogen zu haben. Inzwischen haben sieben Kunden des Autohauses Strafanzeige erstattet. Ihr Vorwurf: Sie haben die Neuwagen bereits bezahlt – geliefert hat der Autohandel aber nicht.

Elmar Pleus von der Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte jetzt, dass ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Betrugs gegen das Autohaus läuft. Am vergangenen Donnerstag durchsuchte die Polizei die Geschäftsräume des Unternehmens und beschlagnahmte Geschäftsunterlagen, wie Pleus bestätigte. Diese Unterlagen müssten jetzt ausgewertet werden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Ermittlungsverfahren läuft gegen die Geschäftsführerin des Autohauses und ihren Ehemann. Es bestehe auch der Verdacht, dass der Ehemann der eigentliche Geschäftsführer des Autohandels sei, sagte Pleus. Auch das will die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen überprüfen. Das Ehepaar befindet sich weiter auf freiem Fuß. Einen Haftbefehl hat die Staatsanwaltschaft nicht beantragt.

Das Unternehmen hat sich schon seit einigen Jahren darauf spezialisiert, Neuwagen aus dem EU-Ausland einzuführen und zum Teil deutlich unter dem deutschen Neuwagenpreis zu verkaufen. Dabei muss der Käufer den Kaufpreis vorfinanzieren, damit der Händler den Kaufpreis im Ausland bezahlen kann.

In allen sieben Fällen, die bisher angezeigt worden sind, beklagen die mutmaßlichen Geschädigten, dass sie die Fahrzeuge vorfinanziert, aber nie bekommen haben. Die Staatsanwaltschaft beziffert die Schadenssumme auf rund 80.000 Euro. Nachfragen der mutmaßlich Geschädigten führten zu keinem Ergebnis. Nach Pleus´ Angaben stammen sie nicht nur aus Bergkamen, sondern auch aus der weiteren Umgebung.

Den Autohandel in Bergkamen mit EU-Fahrzeugen gibt es schon seit mehreren Jahren. Er hat auch schon seit Jahren die gleiche Geschäftsführung. Bisher wurden nie Vorwürfe gegen das Unternehmen bekannt. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, warum es in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein könnte, sagte Plaus.

Kommentare


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.