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Bahn sperrt Strecke Dortmund-Hamm

Ab dem 14. Juli fährt kein Zug mehr durch Kamen

Von Kevin Kohues, 30.05.2018
Ab dem 14. Juli fährt kein Zug mehr durch Kamen © Guido Kirchner/dpa
Die Strecke Dortmund-Hamm wird vom 14. Juli bis zum 10. September gesperrt. Foto: dpa

Kreis Unna. Der Bahnhof Kamen ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Kreis Unna. Gleich vier Regionalexpress-Linien halten dort normalerweise und verbinden Reisende mit dem Ruhrgebiet, Rheinland und Ostwestfalen. Normalerweise deshalb, weil zwischen dem 14. Juli und dem 10. September alles anders sein wird.

Dann fährt nämlich kein einziger Zug mehr nach Kamen. Die Strecke Dortmund-Hamm, an der auch die kleineren Haltepunkte Methler und Nordbögge liegen, wird komplett gesperrt.

Die Sperrung ist nötig, um Gleise, Oberleitungen und die Bahnhöfe auf dem 26 Kilometer langen Abschnitt fit für die Zukunft zu machen. Und die heißt RRX: Wenn am zweiten Sonntag im Dezember der jährliche Fahrplanwechsel ansteht, dann werden zumindest auf der Linie RE 11 schon die neuen, schöneren, längeren und schnelleren Züge des Rhein-Ruhr-Express fahren. Vorher müssen sich aber vor allem Pendler, die normalerweise zwischen Dortmund und Hamm zusteigen, umstellen: Die Linie des RE 6 fällt auf der Strecke komplett aus. Die Eurobahn-Linien RE 1 und RE 3 sowie der RE 11 der Bahn werden umgeleitet und halten nicht mehr überall.

Unsere Zeitung fasst zusammen, welche Auswirkungen die Sperrung im Kreis Unna haben wird.

Kamen
Die RE-Linien 1, 3, 6 und 11 entfallen, stattdessen gibt es Schienenersatzverkehr. Zwei Bus-Linien („Orange“ und „Grün“) fahren im 20-Minuten-Takt von Hamm nach Dortmund und umgekehrt.

Bergkamen
Bergkamen hat zwar keinen Bahnhof, ist aber trotzdem betroffen. Zwei Schnellbusfahrten nach Kamen, die sonst Reisende zum dortigen Bahnhof bringen, entfallen. Dafür fährt die Linie S30 an Werktagen nicht mehr stündlich, sondern im 30-Minuten-Takt nach Dortmund.

Holzwickede
Holzwickede liegt zwar nicht an der Strecke Dortmund-Hamm, doch Reisende müssen auch dort mit Einschränkungen leben. Die RB 59 (Dortmund-Unna-Soest) fährt statt halbstündlich nur noch einmal pro Stunde, weil die Strecke zur Umleitung für den RE 11 wird. Einen Ersatz gibt es nicht, weil der SEV (Schienenersatzverkehr) zu lange Fahrzeiten aufweise, hieß es am Mittwoch von der Bahn.

Unna
Die Stadt Unna ist gewissermaßen der Profiteur der Baumaßnahme. Ebenso wie in Holzwickede entfällt zwar die zweite RB 59 pro Stunde, dafür hält der umgeleitete RE 11 (Kassel-Düsseldorf) dann in der Kreisstadt. „Dann können Reisende in Unna ohne Zwischenhalt ins Ruhrgebiet beziehungsweise nach Paderborn und Kassel fahren – ein großer Vorteil“, so die Einschätzung von Thomas Ressel, Geschäftsführer des Zweckverbandes Ruhr-Lippe. Außerdem sollen die Busse der Linien R 81 und S 81 am Abend sowie an den Wochenenden häufiger zwischen Unna und Kamen fahren.

Die kleinen Haltepunkte in Unna (Hemmerde, Lünern) bleiben über die RB 59 übrigens weiterhin angebunden, aber während der Bauphase nur noch einmal in der Stunde.

Lünen
Auch der Lüner Hbf liegt eigentlich an einer ganz anderen Strecke, ist aber durch Umleitungen mittelbar von Einschränkungen betroffen. Die Zwischentakte der Linie RB 51 (Dortmund-Enschede) zwischen Dortmund Hbf und Lünen fallen aus. Bei den Zügen der RB 50 (Münster-Dortmund) entfällt der Halt in Kirchderne. Stattdessen hält der umgeleitete RE 1 am Bahnhof Preußen und der umgeleitete RE 3 in Derne und Kirchderne.

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