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Fahndungserfolg

Festnahme nach brutalem Überfall in Menden

Von Gabriele Hoffmann, 29.05.2018
Festnahme nach brutalem Überfall in Menden © ZDF und Thomas R. Schumann
Moderator Rudi Cerne stellte den Fall in der XY-Sendung am 5. April 2017 vor.

Zwei 84-jährige Eheleute mussten im November 2016 ein stundenlanges Martyrium durchleiden. Einbrecher waren in der Nacht in das Haus des Paares in Platte Heide eingedrungen und hatten die beiden Senioren gefesselt und geknebelt zurückgelassen. Die beiden Eheleute wurden nur gerettet, weil sich eine Nachbarin Sorgen gemacht und nachgeschaut hatte.

Am Dienstag melden die Bundespolizei und die Staatsanwaltschaft Arnsberg nun einen Fahndungserfolg und die Festnahme des mutmaßlichen Täters.

Am Montagabend gegen 20.15 Uhr hat eine gemeinsame Streife der Bundespolizei und der Königlichen Marechaussee aus Belgien einen mit Haftbefehl gesuchten Intensivtäter festgenommen. Dieser ist dringend tatverdächtig, in das Wohnhaus des Rentnerehepaares eingebrochen und die Opfer misshandelt zu haben, um an Wertgegenstände zu gelangen. Das Rentnerehepaar wäre vermutlich verstorben, wenn die Nachbarin nicht rechtzeitig gekommen wäre.

Der Tatverdächtige wurde von der Staatsanwaltschaft in Arnsberg wegen zweifachen Mordversuches in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung, erpresserischen Menschenraubes und gefährlicher Körperverletzung gesucht. Im April 2017 flimmerte der Fall bundesweit über die Bildschirme. Die Polizei in Hagen hatte die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY...ungelöst um Hilfe gebeten und eine Öffentlichkeitsfahndung gesendet.

Kontrolle im Reisebus
Bundespolizei und Staatsanwaltschaft gaben Einzelheiten zur Festnahme bekannt: Die gemeinsame Streife hatte den Tatverdächtigen während einer Kontrolle in einem Fernreisebus auf der Strecke Antwerpen-Brandenburg, am Bendplatz in Aachen, festgenommen. Bei seiner Festnahme hatte er sich zuvor bei der Kontrolle durch die Beamten eines gefälschten serbischen Reisepasses und eines gefälschten Führerscheins bedient. Die gefälschten Dokumente wurden nach seiner Festnahme beschlagnahmt und werden einer kriminaltechnischen Untersuchung unterzogen. Gegen den Tatverdächtigen wurde wegen der unerlaubten Einreise und der Urkundenfälschung eine Anzeige gefertigt.

Im Anschluss wurde er in den Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums Aachen übergeben und soll nun dem Haftrichter vorgeführt werden.

Für die weiteren Ermittlungen ist die Mordkommission in Hagen zuständig, die auch vor zwei Jahren den Fall übernommen hatte und im Märkischen Kreis eine Öffentlichkeitsfahndung ausgelöst hatte.

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