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Wieder Eigentümerwechsel

Luxemburger Stahlfirma kauft Metallhersteller VDM

Von Thomas Raulf, 12.04.2018
Luxemburger Stahlfirma kauft Metallhersteller VDM © Udo Hennes
Die Firma VDM wird wieder verkauft. Das Bild zeigt das Königsborner Werk des Unternehmens mit Haupts ...

Königsborn. Die Firma VDM steht schon wieder vor einem Eigentümerwechsel. Knapp drei Jahre nach dem Verkauf von Thyssen Krupp an den Finanzinvestor LGV soll jetzt ein Stahlkonzern mit Sitz in Luxemburg den Hersteller von Metalllegierungen übernehmen.

Betroffen ist auch das Werk Königsborn mit 450 Beschäftigten. VDM soll sich unter dem neuen Eigentümer weiterentwickeln.

VDM Metals mit Hauptsitz in Werdohl war 25 Jahre lang eine Tochter von Thyssen Krupp gewesen. Ende 2012 wurde das Unternehmen zunächst an den finnischen Konzern Outokumpu verkauft, der Deal wurde aber 2013 wieder rückgängig gemacht. Thyssen Krupp machte 2015 dann eine Ankündigung wahr, VDM zu veräußern. Neuer Eigentümer wurde der Finanzinvestor Lindsay Goldberg Vogel (LGV). Und auch dieser Zusammenschluss sei nur von mittelfristiger Dauer, hieß es seinerzeit. LGV hält seine Beteiligungen im Schnitt fünf Jahre. Jetzt ging es noch schneller.

Aperam heißt der neue Eigentümer. Das ist einer der weltgrößten Produzenten von rostfreiem Stahl und Elektroblech. VDM soll Teil der Abteilung für Legierungen und Spezialprodukte werden. Der Kaufvertrag wurde bereits unterzeichnet. Im zweiten Halbjahr dieses Jahres soll der Kauf perfekt werden. Die Kartellbehörden müssen allerdings noch zustimmen.

Auch mit der Mitarbeitervertretung von VDM müssen die alten wie die neuen Eigentümer sprechen, und das läuft offenbar gut. Der Betriebsrat berichtet von einer offenen Atmosphäre bei den bisherigen Gesprächen. Er sei schon frühzeitig in die Verkaufspläne eingeweiht worden. VDM könne durch den neuen Eigentümer „den nächsten Entwicklungsschritt machen“ und „seine Internationalisierung entschlossen fortsetzen“, heißt es in einer Mitteilung des Betriebsrats an die Belegschaft. Der Betriebsrat habe das Ziel, bisher gültige Vereinbarungen zur Zukunft von VDM fortzuführen.

Im Zuge der Übernahme durch den Investor LGV wurde 2015 unter anderem festgelegt, dass es keine Kündigungen gibt und dass in die VDM-Werke investiert wird.

Über VDM und Aperam

Die VDM Metals International GmbH hat weltweit rund 1950 Mitarbeiter, davon 1650 in Deutschland, 450 wiederum in Unna an der Formerstraße.

Die deutschen Werke sind in Altena, Siegen, Unna und Werdohl, die ausländischen in New Jersey und Nevada.

Aperam hat 9600 Mitarbeiter und berichtet von einem Umsatz von 5,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017. Der in dem Jahr ausgelieferte Stahl wog insgesamt 1,94 Millionen Tonnen.

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