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Glückauf-Kaserne Königsborn

Nach Bombenalarm in Unna: Attrappe gehörte der Bundeswehr

Von Dirk Becker, 13.04.2018
Nach Bombenalarm in Unna: Attrappe gehörte der Bundeswehr © Michael Neumann
Die Polizei sperrte Straßen ab. Foto: Archiv

Königsborn. Die Aufregung war groß, als am Mittwoch gegen 15.30 Uhr durch Streifenpersonal eine mögliche Bombe auf dem Gelände der Glückauf-Kaserne gefunden wurde. Etwa 100 Anwohner mussten ihre Häuser für mehrere Stunden verlassen, ein Entschärfungskommando des Bundeskriminalamtes rückte an.

Jetzt steht fest, dass die gefundene Attrappe offenbar der Bundeswehr selbst gehört.

Die Untersuchungen des hinzugezogenen Entschärferteams der Bundespolizei ergaben, dass es sich bei dem gefundenen „rohrähnlichen Gegenstand“ um eine Bomben-Attrappe handelte. Weitere Ermittlungen der Bundeswehr ergaben, dass die Attrappe im Rahmen von Fortbildungen genutzt wird und dabei auf dem Gelände verblieb. Unserer Redaktion liegen Informationen vor, nach denen die unterarmlange Attrappe nicht als Übungsmaterial gekennzeichnet war. Das geschieht üblicherweise mit zwei blauen Streifen, dem Buchstaben „U“ oder einer Beschriftung mit den Buchstaben „EX“. Weil das nicht so war, war die Attrappe auch für Bundeswehrangehörige nicht sofort als Übungsmaterial zu erkennen.

Weil die polizeilichen Ermittlungen keine strafrechtliche Relevanz ergeben haben, hat die Polizei den Vorgang an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Es ist davon auszugehen, dass diese die Ermittlungen einstellen wird.

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