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Haus der Stadtgeschichte Kamen: Wie ein Denkmal für knapp 700.000 Euro saniert wurde

Das Haus der Stadtgeschichte in Kamen ist nach umfangreichen Arbeiten an Fassade und Innenräumen saniert worden. Die Stadt bezifferte das Gesamtvolumen Anfang September 2026 auf knapp 700.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligte sich nach städtischen Angaben über das Denkmalförderprogramm 2024 mit 30 Prozent. Besonders anspruchsvoll waren die Arbeiten an den historischen Sandsteinbauteilen und der stark beschädigten Bekrönung des Giebels.

Was an der Fassade erneuert wurde

Bei der Sanierung wurde die Außenfassade gestrichen; außerdem setzte man Fenster instand und tauschte geschädigte Teile des Sandsteins aus. Einzelne neue Steinblöcke mussten in das vorhandene Gefüge eingepasst und anschließend handwerklich so bearbeitet werden, dass sie zum historischen Baukörper passen. Das unterscheidet solche Arbeiten von einer gewöhnlichen Fassadenrenovierung: Neben der Funktion spielt die Erhaltung der überlieferten Form eine wichtige Rolle.

Vom historischen Foto zum neuen Sandsteinbauteil

Eine besondere Aufgabe war die Giebelkrone mit ihrer teilweise nicht mehr vorhandenen Kreuzblume. Für die Rekonstruktion verwendeten die Fachleute nach Angaben der Stadt einen dreidimensionalen Scan der verbliebenen Teile sowie historische Fotografien. Daraus wurde eine Vorlage entwickelt. Eine CNC-Fräse übernahm vorbereitende Arbeiten; die feinen Blütenformen wurden anschließend von Hand nachbearbeitet. Das Zusammenspiel digitaler Vermessung und traditioneller Steinmetzarbeit zeigt, warum die Wiederherstellung eines beschädigten Bauteils mehrere Verfahren erfordern kann.

Auch Beleuchtung und Innenräume betroffen

Die Maßnahme beschränkte sich nicht auf die Außenansicht. Im Gebäude wurden Malerarbeiten ausgeführt, und die Beleuchtung im Innen- und Außenbereich wurde erneuert oder ergänzt. Über konkrete Änderungen am Veranstaltungsprogramm oder an den Öffnungszeiten berichtet die Mitteilung nicht. Für Besucherinnen und Besucher ist deshalb vor einem Termin weiterhin die aktuelle Information des Hauses maßgeblich.

Förderung und kommunale Verantwortung

Mit einem Anteil von 30 Prozent an der rund 700.000 Euro umfassenden Maßnahme ist die Landesförderung ein wesentlicher Finanzierungsbaustein. Eine exakte kommunale Restbelastung lässt sich aus diesen gerundeten Angaben jedoch nicht ableiten, zumal weitere Finanzierungsdetails nicht genannt sind. Der Abschluss der Arbeiten ist zugleich ein Beispiel dafür, dass kommunaler Kulturbestand laufende Instandhaltung und bei komplexen Schäden spezialisierte Handwerksleistungen benötigt.

Schlagwörter

Kategorien: Kultur · Stadtentwicklung
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