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Kreis Unna, Dortmund und Hamm erweitern das bisherige Wasserstoffformat. Am 19. November 2026 stehen in Hamm auch erneuerbare Energien, Lastmanagement und regionale Projekte auf dem Programm.
Die Westfälische Energiekonferenz am 19. November 2026 in Hamm soll Unternehmen Orientierung zu Wasserstoff, Energiespeichern und modernen Netzen geben. Das neue Format erweitert die bisherige Westfälische Wasserstoffkonferenz und betrachtet stärker das Zusammenspiel von Energieerzeugung, Infrastruktur und betrieblichem Verbrauch.
Veranstalter sind der Kreis Unna sowie die Städte Dortmund und Hamm. Unterstützt wird die Konferenz von der Wasserstoffallianz Westfalen und dem Projekt In|Die RegionWestfalen. Der Einlass im Heinrich-von-Kleist-Forum beginnt um 9 Uhr, das Fachprogramm um 9.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Vom Wasserstoffthema zum breiteren Energiesystem
Wasserstoff bleibt ein Schwerpunkt, wird aber in einen größeren technischen und wirtschaftlichen Zusammenhang gestellt. Das Programm behandelt außerdem erneuerbare Energien, Speichertechnologien, Smart Grids und betriebliches Lastmanagement. Hinzu kommen Importstrategien und die Eigenerzeugung von Wasserstoff.
Die Veranstalter wollen damit Unternehmen, Institutionen und Wissenschaft bei Energieversorgungs- und Dekarbonisierungsstrategien unterstützen. Vorgesehen sind Impulsvorträge, vertiefende Fachbeiträge und Praxisbeispiele. Diskutiert werden sollen auch mögliche Geschäftsmodelle. Ob daraus wirtschaftlich tragfähige Vorhaben entstehen, hängt jedoch von den Bedingungen des jeweiligen Standorts und der konkreten Projektplanung ab.
Für Unternehmen liegt der mögliche Nutzen der breiteren Perspektive darin, einzelne Technologien nicht isoliert zu betrachten. Bei Investitionen spielen neben der technischen Lösung unter anderem die verfügbare Infrastruktur, der betriebliche Energiebedarf und die Finanzierung eine Rolle. Die Konferenz kann hierzu Anhaltspunkte und Kontakte liefern, ersetzt aber keine standortbezogene Prüfung.
Projekte aus dem Kreis Unna im Programm
Mehrere Beiträge greifen Vorhaben und Anwendungen aus dem Kreis Unna auf. André Müller vom 5-Standorte-Projektbüro der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna und Projektentwickler Markus Kamann von der ZEUS GmbH stellen eine Vorstudie für eine Lehrfabrik Wasserstoff und Smart Grid vor.
Ziel des Vorhabens ist ein Ausbildungszentrum, in dem Fachkräfte den praktischen Umgang mit Wasserstoff und intelligenten Stromnetzen erlernen können. Eine Vorstudie ist allerdings noch keine abschließende Entscheidung über Bau, Finanzierung oder Betrieb. Diese Schritte müssen bei der Bewertung des Projekts getrennt betrachtet werden.
Martin Kolander, Geschäftsführer der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft, berichtet über den praktischen Einsatz von Eisspeichern. Der Beitrag soll zeigen, welche Rolle Speichertechnologien bei begrenzter Energieverfügbarkeit übernehmen können. Aussagen zur generellen Wirtschaftlichkeit lassen sich daraus nicht ableiten, weil diese von der jeweiligen Anwendung und den Projektkosten abhängt.
Ein weiterer Programmpunkt betrifft die Logistik. Jürgen Subkowiak von DACHSER behandelt die Energieversorgung und das Lastmanagement an Logistikstandorten. Außerdem stellt Karl-Georg Steffens vom Institut für postfossile Logistik das geplante Transformationscluster TRANSLOG UN vor. Es soll voraussichtlich ab 2027 Logistikunternehmen im Kreis Unna bei der Dekarbonisierung ihrer Flotten unterstützen.
Nach Angaben des Kreises Unna sollen sowohl TRANSLOG UN als auch die Lehrfabrik über das 5-Standorte-Programm gefördert werden. Damit befinden sich beide Vorhaben noch in einem Stadium, in dem Ziele, Förderung und spätere Umsetzung auseinanderzuhalten sind.
Hintergrund
Die Westfälische Energiekonferenz geht aus der Westfälischen Wasserstoffkonferenz hervor, die Dortmund, Hamm und der Kreis Unna gemeinsam getragen haben. Mit der Erweiterung reagieren die Partner auf die engen Verbindungen zwischen Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie.
Wasserstoff kann nach Einschätzung der NRW.BANK in bestimmten industriellen Anwendungen eine Rolle spielen. Ob sein Einsatz geeignet ist, hängt unter anderem vom Verwendungszweck, von der verfügbaren Infrastruktur und von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Speicher und Netze sind ebenfalls Bestandteil der Betrachtung, weil Energieerzeugung und Verbrauch zeitlich sowie räumlich zusammengeführt werden müssen.
Industrie, Logistik, Wohnungswirtschaft, Energieversorger und Kommunen verfolgen dabei unterschiedliche Ziele und investieren nach verschiedenen Zeitplänen. Ein gemeinsames Veranstaltungsformat kann den Austausch erleichtern. Fehlende Infrastruktur, unsichere Kosten oder offene Finanzierungsfragen löst eine Konferenz jedoch nicht automatisch.
Anmeldung und Exkursion
Die Anmeldung erfolgt online über die offizielle Internetseite der Westfälischen Energiekonferenz. Im Anschluss an das Fachprogramm ist eine Besichtigung des Trianel-Gaskraftwerks vorgesehen. Für diese Exkursion steht nur eine begrenzte Zahl von Plätzen zur Verfügung.
Eine einheitliche Endzeit wird in den Veranstalterangaben nicht genannt: Während der Kreis Unna den Zeitraum bis 15 Uhr angibt, weist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft das Konferenzprogramm bis etwa 14.30 Uhr mit anschließender Exkursion aus. Teilnehmende sollten deshalb für ihre Planung die aktuellen Angaben auf der Veranstaltungsseite beachten.
Welche Orientierung die Konferenz leisten kann
Der praktische Wert der Veranstaltung dürfte vor allem darin liegen, technische Themen mit regionalen Projekten und Ansprechpartnern zu verbinden. Unternehmen können dadurch mögliche Anwendungen eingrenzen und prüfen, welche Fragen vor einer Investition geklärt werden müssen.
Eine Investitionsentscheidung lässt sich aus der Teilnahme allein nicht ableiten. Dafür sind unter anderem Daten zum Energiebedarf, zu Lastspitzen, Netzanschluss, Flächen, Genehmigungen, Finanzierung und möglichen Förderbedingungen erforderlich. Auch die längerfristige Verfügbarkeit und die Kosten der jeweiligen Energieträger bleiben entscheidend.
Die Konferenz ist daher vor allem als Plattform für fachliche Orientierung und Vernetzung einzuordnen. Ob aus den vorgestellten Ansätzen konkrete Investitionen in Wasserstoffanlagen, Speicher oder Netzinfrastruktur entstehen, wird sich erst an belastbaren Planungen, gesicherter Finanzierung und tragfähigen Betriebsmodellen zeigen.
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Redaktionsteam HAWR DIGITAL hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.


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