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Feuerlöschteich in Hamm-Pedinghausen wird zum Rückhaltebecken

KI-generiertes Symbolbild: Feuerlöschteich in Hamm-Pedinghausen wird zum Rückhaltebecken
KI-generiertes Symbolbild zum Beitrag „Feuerlöschteich in Hamm-Pedinghausen wird zum Rückhaltebecken“. Bild: OpenAI

Der Lippeverband beginnt am 2. November mit dem Umbau an der Goldbrinkstraße. Die Anlage soll Kanalisation und Artenvielfalt zugutekommen.

In Hamm-Pedinghausen beginnt am Montag, 2. November 2026, der Umbau eines früheren Feuerlöschteichs zu einem naturnahen Regenrückhaltebecken. Die Anlage an der Goldbrinkstraße soll Regenwasser zwischenspeichern, das Kanalsystem bei Starkregen entlasten und zugleich Lebensräume für Amphibien erhalten.

Während der Arbeiten sind nach Angaben des Lippeverbands zeitweise Einschränkungen auf der Goldbrinkstraße möglich. Der Abschluss des Beckenbaus ist für Ende Februar 2027 vorgesehen.

Mehr als 100.000 Liter Speicher im Normalbetrieb

Für den Umbau müssen zunächst knapp 400 Kubikmeter Schlamm aus dem alten Teich entfernt werden. Anschließend will der Lippeverband die Sohle mit rund 300 Kubikmetern Boden neu modellieren. Geplant sind unterschiedlich tiefe Wasserbereiche sowie Wechselzonen, die nur bei Starkregen überflutet werden.

Im Normalbetrieb soll das Becken mehr als 100.000 Liter Regenwasser aufnehmen können. Ein gedrosselter Abfluss leitet das Wasser in einen dahinterliegenden Zufluss zur Seseke. Die Zwischenspeicherung soll verhindern, dass größere Niederschlagsmengen unmittelbar in das Kanalsystem gelangen. Wie stark die Anlage einzelne Starkregenereignisse abfangen kann, hängt jedoch auch von Niederschlagsmenge, Dauer und Vorbelastung des Beckens ab.

Umbau berücksichtigt vorhandene Amphibien

Der bisherige Feuerlöschteich ist bereits Lebensraum für Amphibien. Der Lippeverband nennt unter anderem Kammmolche und Frösche. Deshalb wurde der Ausbau in die Winterzeit gelegt, wenn sich die Tiere zum Überwintern aus dem Gewässer zurückziehen.

Vor dem Baubeginn soll der Bestand kontrolliert werden. Falls erforderlich, werden Tiere in Abstimmung mit der ökologischen Baubegleitung vorübergehend in ein benachbartes Gewässer umgesetzt. Ob die Populationen den umgestalteten Teich dauerhaft wieder in vergleichbarer Weise nutzen, lässt sich erst nach Abschluss und ökologischer Entwicklung der Anlage beurteilen.

Etwa die Hälfte des Beckens soll sich künftig ohne regelmäßige Eingriffe naturnah entwickeln. Pflegemaßnahmen sind vor allem an der nördlichen Seite zur Goldbrinkstraße vorgesehen, damit die wasserwirtschaftliche Funktion erhalten bleibt. Am Drosselabfluss werden Gabionen eingesetzt. Diese mit Steinen gefüllten Drahtkörbe können zugleich Verstecke und Sonnenplätze für Reptilien bieten.

Teil eines größeren Abwasserprojekts

Der Umbau schließt an Arbeiten an der Kläranlage Pedinghausen sowie an die Erneuerung von Regen- und Schmutzwasserkanälen an. Seit 2023 ist die Wohnsiedlung an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Zuvor nutzten die Hauseigentümer eigene Brunnen. Mit dem neuen Anschluss entfiel nach Darstellung des Lippeverbands auch der bisherige Bedarf für den von der Feuerwehr unterhaltenen Löschteich.

Ab April 2027 sollen als letzter Abschnitt rund 200 Meter Schmutzwasserleitungen gebaut und an den vorhandenen Kanal angeschlossen werden. Für das Rückhaltebecken und diesen Kanalabschnitt veranschlagt der Lippeverband insgesamt rund 780.000 Euro.

Das Vorhaben verbindet technische Starkregenvorsorge mit einer ökologischen Aufwertung, ohne dass beide Ziele automatisch deckungsgleich sind. Entscheidend wird sein, dass Speichervolumen, Abfluss und Pflege dauerhaft funktionieren und die Bauarbeiten den vorhandenen Tierbestand möglichst wenig beeinträchtigen.

Veröffentlicht von: Redaktionsteam HAWR DIGITAL (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Redaktionsteam HAWR DIGITAL hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

Schlagwörter

Kategorien: Umwelt
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