Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule des Kreises Unna nutzt seit dem Schuljahr 2026/2027 einen zusätzlichen Standort in Kamen. 85 Schülerinnen und Schüler der Primarstufe werden dort in sieben Lerngruppen unterrichtet. Die Übergangslösung hängt mit einer umfassenderen Neuordnung der Förderschulstandorte im Kreis zusammen.
Warum Unterricht nach Kamen verlegt wurde
Die kreiseigene Schule am bisherigen Standort Bergkamen-Heil ist nach Angaben des Schulträgers sanierungsbedürftig und für die Schülerzahl zu klein. Ursprünglich war sie für rund 170 Kinder und Jugendliche geplant; zum Zeitpunkt der Kreismeldung waren mehr als 350 angemeldet. Der Platzbedarf liegt damit erheblich über der früheren Planung.
Der Kreis verfolgt deshalb zwei Vorhaben: die Sanierung in Bergkamen-Heil und einen neuen Förderschulstandort in Lünen. Bis die baulichen Maßnahmen umgesetzt sind, wird ein Teil der Schülerinnen und Schüler in Kamen beschult. Dass ein Übergangsstandort benötigt wird, verdeutlicht, wie lange Schulbauprojekte und der laufende Unterricht miteinander koordiniert werden müssen.
Frühere Kita-Räume für den Schulbetrieb umgebaut
Der Kamener Standort liegt am Gewerbegebiet „Im Hemsack“. Dort nutzte zuvor eine Kindertageseinrichtung Containergebäude. Der Kreis übernahm die Anlagen und ließ sie für den Schulbetrieb herrichten. Zu den beschriebenen Einrichtungen gehören Klassenräume mit angeschlossenen Differenzierungsräumen sowie ein Außengelände für Bewegung und Spiel.
Die sieben Lerngruppen und 85 Schülerinnen und Schüler beziehen sich ausdrücklich auf den Start des Schuljahres. Sie erlauben keine Aussage über die künftige Gesamtzahl an diesem Standort oder über eine dauerhafte Nutzung. Der Kreis beschreibt die Anlage als Übergangslösung.
Neubau in Lünen mit langfristigem Zeitplan
Für den neuen Schulstandort in Lünen war nach Angaben des Kreises ein Baubeginn ab Ende 2026 vorgesehen. Die Aufnahme des Betriebs ist für Anfang 2031 geplant. Dabei handelt es sich um Planungsdaten und nicht um bereits gesicherte Fertigstellungstermine.
Die zeitliche Perspektive zeigt, weshalb der Zwischenstandort in Kamen mehr als nur eine kurzfristige Ausweichmaßnahme darstellt. Während Umbau und Neubau organisiert werden, muss ein verlässlicher Schulalltag gewährleistet bleiben. Die Eignung der Räume, Betreuungsabläufe und die Erreichbarkeit sind dabei entscheidende praktische Fragen, zu denen weitere Entscheidungen des Schulträgers maßgeblich sind.
Was für Eltern und Schulträger wichtig bleibt
Mit dem Unterricht am Standort Kamen ist zunächst eine räumliche Entlastung geschaffen. Über Baukosten, spätere Schülerverteilungen oder konkrete Änderungen beim Schülertransport macht die hier zugrunde liegende Kreismeldung keine ausreichenden Angaben. Solche Details sollten nicht aus der bloßen Verlegung des Schulstandorts abgeleitet werden.
Das zentrale Thema ist die längerfristige Schulentwicklung im Kreis Unna: Kamen übernimmt zeitweise einen Teil des Unterrichts, während Bergkamen-Heil saniert und ein neuer Standort in Lünen vorbereitet wird.


Arbeitslosigkeit im Kreis Unna sinkt im Oktober, bleibt aber über Vorjahresniveau31.10.2026
Feuerlöschteich in Hamm-Pedinghausen wird zum Rückhaltebecken30.10.2026
Betreibergesellschaft des Galeria-Lagers in Unna beantragt Eigenverwaltung30.10.2026
Brücke an der Ostberger Straße wird am 30. Oktober freigegeben30.10.2026