Für das geplante Wohngebiet Hohenheide-West in Fröndenberg läuft eine Öffentlichkeitsbeteiligung. Bis zum 13. November 2026 können Interessierte Anregungen und Hinweise zu den Planungen einreichen. Vorgesehen sind Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser auf einer Fläche von etwa 4,5 Hektar. Die Stadt hat dazu erste Eckdaten zu Wohnformen, Verkehr und Grünflächen veröffentlicht.
Welche Wohnungen und Häuser geplant sind
Nach den Angaben zur Bürgerinformation sind 44 freistehende, höchstens zweigeschossige Einfamilienhäuser vorgesehen; teilweise sollen auch Doppelhäuser möglich sein. Damit werden mindestens 44 Wohneinheiten beschrieben. Zusätzlich sind vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit zusammen ungefähr 32 Wohnungen geplant. Die Zahlen beziehen sich auf den Planungsstand, nicht auf bereits genehmigte oder fertiggestellte Gebäude.
Die Mischung unterschiedlicher Wohnformen soll nach Darstellung der Stadt sowohl Familien als auch älteren Menschen Angebote machen. Wie die späteren Wohnungen vermietet oder verkauft werden, welche Preise entstehen und wann ein Bezug möglich wäre, lässt sich aus der vorliegenden Planbeschreibung nicht ableiten.
Verkehrsanbindung und Stellplätze
Das geplante Quartier soll über zwei Anschlüsse an die Straße Hohenheide erschlossen werden. Für Besucher des Wohngebiets und der Schützenhalle sind nach den Angaben der Verwaltung rund 65 öffentliche Stellplätze vorgesehen. Über die verkehrlichen Auswirkungen eines zusätzlichen Wohngebiets lässt sich ohne belastbare Verkehrsprognose jedoch keine konkrete Aussage zu künftigem Verkehrsaufkommen oder Wartezeiten treffen.
Ein solches Baugebiet verändert nicht allein die Bebauung, sondern auch Wegebeziehungen und die Nutzung öffentlicher Flächen. Deshalb gehört die Erschließung zu den Fragen, bei denen Stellungnahmen aus der Nachbarschaft einen konkreten Bezug zur Planung haben können.
Regenwasser und Grünflächen sind Teil der Planung
Für die Gebäude sind nach städtischer Darstellung einheitliche Flachdächer als Retentionsdächer vorgesehen. Solche Dächer können einen Teil des Niederschlags zunächst zurückhalten und verzögert abgeben. Das ist insbesondere bei starken Regenfällen ein anderer Ansatz als eine unmittelbare Ableitung von jeder Dachfläche.
Im östlichen Teil des Gebiets ist zudem eine öffentlich zugängliche, multifunktionale Grünfläche geplant. Wie diese später gestaltet und gepflegt wird, ist anhand der konkreten Planunterlagen zu beurteilen. Aus der bloßen Ankündigung einer Grünfläche folgt noch nicht, welche Aufenthalts- oder Spielangebote tatsächlich entstehen.
So können sich Interessierte beteiligen
Die Stadt hatte für den 8. Oktober eine Informationsveranstaltung in Hohenheide angekündigt. Die schriftliche Öffentlichkeitsbeteiligung läuft vom 12. Oktober bis einschließlich 13. November 2026. Hinweise können laut Verwaltung online über die städtische Beteiligungsseite oder persönlich im Rathaus II eingereicht werden.
Die Beteiligung ist keine Abstimmung über den fertigen Bauzustand. Sie ist ein Verfahrensschritt, in dem die Planung öffentlich erläutert und Rückmeldungen gesammelt werden. Wer konkrete Bedenken zu Erschließung, Bebauung oder Grünflächen hat, sollte sich deshalb auf die ausgelegten Unterlagen und den benannten Zeitraum beziehen.


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