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Wasserwirtschaftsjahr 2026 bleibt trotz nassem Oktober deutlich zu trocken

Wasserwirtschaftsjahr 2026 bleibt trotz nassem Oktober deutlich zu trocken
Symbolbild

Im Emscher- und Lippegebiet erreichten die Niederschläge nur 80 beziehungsweise 82 Prozent des langjährigen Mittels. Ein regenreicher Oktober konnte das Defizit nicht ausgleichen.

Der Oktober 2026 brachte dem Emscher- und Lippegebiet überdurchschnittlich viel Regen, doch die Jahresbilanz bleibt deutlich zu trocken. Nach Auswertungen von Emschergenossenschaft und Lippeverband fehlte Niederschlag sowohl im Winter- als auch im Sommerhalbjahr.

Das Wasserwirtschaftsjahr 2026 umfasst den Zeitraum von November 2025 bis Oktober 2026. Diese Einteilung ermöglicht es der Wasserwirtschaft, die für Grundwasserneubildung und Abflussverhältnisse wichtige niederschlagsreiche Jahreszeit vollständig zu erfassen.

Nur 80 bis 82 Prozent des langjährigen Mittels

Im Emschergebiet fielen innerhalb der zwölf Monate insgesamt 637 Millimeter Niederschlag. Das waren 80 Prozent des langjährigen Mittels von 799 Millimetern. In der seit 1931 geführten Rangfolge war es dort das elfttrockenste Wasserwirtschaftsjahr.

Für das Lippegebiet weist die Bilanz 628 Millimeter aus. Damit wurden 82 Prozent des langjährigen Mittels von 766 Millimetern erreicht. Das Wasserwirtschaftsjahr steht dort auf Rang 16 der trockensten Jahre seit 1931. Ein Millimeter Niederschlag entspricht einem Liter Wasser je Quadratmeter.

Das Defizit entstand nicht allein im Sommer. Im Winterhalbjahr erreichte das Emschergebiet mit 290 Millimetern nur 78 Prozent seines langjährigen Mittels. Im Lippegebiet waren es 269 Millimeter und damit 76 Prozent. Besonders trocken fielen nach Angaben der Wasserwirtschaftsverbände die Monate November, Dezember und April aus.

Achtwöchige Trockenphase im Sommer

Auch Juni, Juli und August waren ausgesprochen niederschlagsarm. Im Juni begann während einer frühen Hitzeperiode eine rund acht Wochen dauernde Trockenphase. Über das gesamte Sommerhalbjahr kamen im Emschergebiet 347 Millimeter zusammen, entsprechend 81 Prozent des Mittels. Im Lippegebiet waren es 359 Millimeter oder 87 Prozent.

Damit folgten auf die außergewöhnlich niederschlagsreichen Wasserwirtschaftsjahre 2023 und 2024 zwei trockene Jahresbilanzen. Die vergleichsweise nassen Monate Mai und Oktober verringerten das Defizit, konnten es aber nicht annähernd ausgleichen.

Oktober brachte deutlich mehr Regen als üblich

Im Oktober lag das Gebietsmittel im Emschergebiet bei 106 Millimetern, während das 130-jährige Mittel 65 Millimeter beträgt. Für das Lippegebiet wurden 91,2 Millimeter gegenüber einem Mittelwert von 62 Millimetern ermittelt.

Zwischen den einzelnen Messstationen bestanden deutliche Unterschiede. Die Monatssummen reichten von 72 Millimetern am Hafenamt in Hamm bis zu 127,1 Millimetern an einer Station in Mülheim an der Ruhr. Die höchste Tagessumme wurde dort am 7. Oktober mit 36,1 Millimetern gemessen. Zu Beginn und am Ende des Monats gab es zugleich mehrtägige Trockenphasen.

Warum ein nasser Monat das Problem nicht löst

Für Böden und Gewässer ist nicht nur die Jahressumme entscheidend. Ebenso wichtig ist, wann und mit welcher Intensität Regen fällt. Längere niederschlagsarme Phasen können zu niedrigen Wasserständen in Flüssen und Bächen beitragen. Bei geringem Abfluss und hohen Temperaturen kann zudem der Sauerstoffgehalt sinken, was Wasserorganismen belastet.

Stark ausgetrocknete oder versiegelte Flächen können plötzlich einsetzenden Starkregen nur begrenzt aufnehmen. Dann steigt der oberflächliche Abfluss, obwohl die Bilanz des gesamten Jahres weiterhin zu trocken ist. Trockenheit und lokale Überflutungen schließen sich daher nicht aus.

Emschergenossenschaft und Lippeverband sehen darin ein Argument für dezentrales Regenwassermanagement nach dem Schwammstadt-Prinzip. Dabei soll Niederschlag möglichst vor Ort versickern, gespeichert, verdunstet oder kontrolliert in Gewässer geleitet werden, statt unmittelbar in die Kanalisation zu gelangen. Die aktuelle Bilanz zeigt jedoch auch die Grenze einzelner nasser Monate: Für die Erholung von Böden und Wasserhaushalt sind Verteilung, Dauer und Intensität des Niederschlags ebenso bedeutsam wie seine Gesamtmenge.

Veröffentlicht von: Redaktionsteam HAWR DIGITAL (geprüft und freigegeben)

Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz vorbereitet und geschrieben. Die Redaktionsteam HAWR DIGITAL hat den Text und die verwendeten Quellen vor der Veröffentlichung auf Fakten, Logik und Qualität geprüft.

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Kategorien: Umwelt
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